
Die Ergotherapie Psychiatrie besteht seit 1996 in der Landesnervenklinik Sigmund Freud. Derzeit versorgen 16 ErgotherapeutInnen die drei Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie, die Abteilung für Alterspsychiatrie und -psychotherapie und das Zentrum für Suchtmedizin.
Die ergotherapeutische Tätigkeit ist im Bundesgesetz über die Regelung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD Gesetz) Abschnitt 1 festgelegt.
Die Ergotherapie geht davon aus, dass Tätigsein ein menschliches Grundbedürfnis ist und positive Wirkung auf das Befinden hat. ErgotherapeutInnen setzen daher in der Therapie gezielt individuell ausgewählte Aktivitäten ein. Behandelt werden Menschen jeglichen Alters, die aufgrund von unterschiedlichen psychiatrischen und psychosomatischen Krankheiten und Beeinträchtigungen Probleme bei der Bewältigung des Alltags haben. Ergotherapie erfolgt auf ärztliche Verordnung und wird von ErgotherapeutInnen eigenverantwortlich durchgeführt.Nach genauer ergotherapeutischer Befunderhebung formulieren TherapeutIn und PatientIn gemeinsam die Behandlungsziele.
ErgotherapeutInnen bieten Gruppen- und Einzeltherapien, angepasst an die Bedürfnisse der PatientInnen und an die jeweilige Struktur der Station, an.
Im Wesentlichen unterstützt die Ergotherapie die Handlungs- und Beziehungsfähigkeit des/der PatientIn zur Erreichung der größtmöglichen Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alltag.
Dieses Modell beschäftigt sich mit der Handlungsfähigkeit psychiatrischer PatientInnen und bezieht sich auf die Handlungstheorie nach Hacker und auf das handlungstheoretische Modell nach Cranach.
Den handlungsbezogenen Kognitionen liegen steuernde und energetisierende Prozesse, sowie soziale und individuell soziale Repräsentationen zugrunde.
ErgotherapeutInnen sollen ihrer Meinung nach in erster Linie vorbereitende und auswertende Prozesse handlungsbegleitender Kognitionen fördern. Das Produkt, Ergebnis einer Handlung, ist zweitrangig.
Ziel ist die Umsetzung der in der Therapie geförderten Handlungsfähigkeit in den persönlichen Alltag der PatientInnen.
Zur Erfassung der Handlungsfähigkeit psychiatrischer PatientInnen hat Csontos Erfassungsbögen entwickelt, anhand derer die jeweils einer Handlung zugrunde liegenden steuernden und energetisierenden Prozesse beobachtet werden können (vgl. Blaser- Csontos: Die Förderung der Handlungsfähigkeit. Lizentiatsarbeit. Bern 1991).
PS 1
Kristin Moser (DW 2122)
Christa Treitler, BSc. (DW 2116)
Bettina Mösenbacher, BSc. (DW 2508)
Olivia Lehner (DW 2550)
PS 2
Petra Blumrich (DW 2119)
Daniela Cavallaro (DW 2032)
PS 3
Katharina Mitteregger, BSc. (DW 2084)
Verena Medved, BSc. (DW 2549)
Zentrum für Suchtmedizin
Gabriele Bernard (DW 2126)
Eva Kohla, MSc. MBA (DW 2504)
Cornelia Mühlsteff (DW 2120)
Andrea Leitner (DW 2034)
Alterspsychiatrie
Alexandra Pammer (DW 2686)
Natascha Bacher (DW 2934)
Katharina Gray (DW 2623)