
Schon seit Jahrtausenden wird Musik zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt - in früheren Zeiten auch zur Bewahrung der Gesundheit. Im 20. Jahrhundert hat sich dafür schließlich der Begriff der „Musiktherapie” eingebürgert. Diese Art der Therapie orientiert sich sehr stark an den Theorien der Tiefenpsychologie. Ihr wertvollstes Charakteristikum ist jedoch die nonverbale Kommunikation.
Die Musiktherapie der LSF Graz praktiziert folgende drei Varianten:
1. Die aktive Musiktherapie
2. Die rezeptive (auch passive genannte) Musiktherapie
3. Die sozio-kulturelle Musiktherapie
Die aktive Musiktherapie bietet in der freien Improvisation auf Musikinstrumenten aller Art (sog. klassische Instrumente, Orff- und Ethnoinstrumentarien) eine Form des Ausdrucks von Gefühlen und damit einen Bereich spontanen Verhaltens und Erlebens, der weniger vom Bewusstsein kontrolliert ist als die Sprache.
Rezeptive Musiktherapie ist das Anhören von Musik, die - je nach Zielsetzung - der Klient oder Therapeut auswählt. Das Musikerleben ist keine neutrale Verarbeitung akustischer Ereignisse, sondern gelebte Selbstverwirklichung und Erlebnis von Bedeutungen.
Die sozio-kulturelle Musiktherapie gliedert sich in die beiden Teile „Erleben” und „Gestalten”. Zum „Erleben” gehören regelmäßige Kulturausflüge ins Opern- und Schauspielhaus, zu Konzerten, zu Kleinbühnenaufführungen sowie die Organisation diverser Kulturveranstaltungen für das Haus. Beim „Gestalten” sind die Patienten selbst aktiv und umrahmen verschiedene Feiern (z. B. Weihnachtsfeier) mit ihren Darbietungen.