
Im Frühjahr 2005 wurde in der LSF der Interkulturelle Arbeitskreis ins Leben gerufen und ein muttersprachlicher Besuchsdienst für fremdsprachige PatientInnen initiiert – als Teil des vom Verein ZEBRA gestarteten und von der EU geförderten Projekts „Interkulturelle Psychotherapie“ .
Der Interkulturelle Arbeitskreis ist für interessierte Angehörige aller Berufsgruppen unseres Hauses offen und trifft sich seit 1 Jahr in mehrwöchigen Abständen im Galerieraum der LSF.
Der Arbeitskreis ist offen, interessierte „Quereinsteiger“ sind jederzeit willkommen!
Die Termine werden per Email und im Intranet den Mitarbeitern der LSF bekanntgegeben.
Angesichts von 10% in Österreich lebenden Personen aus anderen Kulturkreisen ist auch in den Gesundheitseinrichtungen „Interkulturelle Kompetenz“ gefragt. Dies setzt eine kritische Auseinandersetzung sowohl mit der eigenen Kultur als auch mit den kulturellen Gegebenheiten anderer Länder voraus.
Der Anspruch auf bestmögliche medizinische Beratung und Versorgung – unabhängig von Herkunft, Herkunftssprache- und Kultur – ist für MigrantInnen als AnspruchnehmerInnen unseres Gesundheitswesens nicht selbstverständlich. Unser Wissen um fremde, „andere“ Kulturen beschränkt sich – wenn überhaupt – auf Urlaubserfahrungen, ähnlich ist es um unsere Fremdsprachenkenntnisse bestellt.
Besonders unterschiedliche Vorstellungen und Zugänge zu Gesundheit und Krankheit, Umgang mit dem Körper, Therapie und Heilbehandlungen und Sterben und Tod beeinflussen und prägen die Bereitschaft, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen – in allen Kulturen.
Durch sprachliche und kulturelle Kommunikationsprobleme entstehen aber Barrieren, die MigrantInnen den Zugang zu den meisten Angeboten unseres Gesundheitswesens erschweren oder unmöglich machen bzw. eine gezielte Diagnose und Therapie verzögern und verhindern.
Im Bericht „Interkulturelle Kompetenz im Gesundheitswesen“ vom Sept. 2005 des BMfG+F
wird nachdrücklich eine Verbesserung der interkulturellen Kompetenz im Gesundheitswesen gefordert – Ziel des Interkulturellen Arbeitskreises und des Besuchsdienstes sollten eine Verbesserung des Betreuungsangebotes und durch Steigerung der Kompetenz auch eine Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit sein!